Orientierung für Anfänger
Ich bin Anfänger, Was soll ich tun, womit soll ich Anfangen?
Eine Orientierung!
Allgemeines voran:
Wer in den Bewegungskünsten aktiv werden will und sich informiert hat bzw. schon aktiv geworden ist, wird mit der Zeit merken, dass es zahlreiche Schnittmengen zwischen den verschiedenen Bereichen gibt. Viele Bewegungen sind ähnlich oder in abgewandelter Form fast überall zu finden. Als Beispiel könnte man hier den Backflip nennen. Bis auf Parkour enthält ihn jede Bewegungskunst.
Es fällt daher auch schwer exakte Trennlinien zwischen den Bewegungskünsten zu ziehen. Das gilt nicht nur hinsichtlich der Elemente, die sie enthalten, sondern auch für die Voraussetzungen und für die Risiken. Vieles, was in der folgenden Tabelle steht, findet man in mehreren Teilkünsten. Dennoch gibt es charakteristische Belastungsschwerpunkte und Risiken, je nachdem in welcher Umgebung die Sportart ausgeführt wird und ob es sich um Wasser, Asphalt, Rasen oder Urbanen Gerätschaften (Bänke, Spielplätze, etc..) handelt:
1. Rot Markiertes stellt Belastungsschwerpunkte dar, die meiner Meinung nach unbedingt der Vorbeugung und Beachtung bedürfen. Vor allem Gelenke sind in diesen fast 'Extremsportarten' sehr stark belastet und wer lange daran Spaß haben möchte sollte unbedingt die umgebenden Muskeln trainieren. Der passive Bewegungsapparat (Bänder, Sehnen, Gelenke, Knorpel, Knochen) verschleißt leicht und schnell, erholt sich auch nicht ohne weiteres vollständig. Deshalb ist es angebracht die Belastung durch starke Muskeln auf den aktiven Bewegungsapparat um zulagern. Selbst wenn die Muskeln erschöpfen, sind sie in eins, zwei Tagen wieder fit. So werden feste Strukturen nicht verschließen und man kommt ohne Prothesen aus, wenn möglich bist ans Lebensende.
2. Weiterhin steht bei einigen Künsten als Voraussetzung zum Beispiel „gute koordinative Fähigkeiten“ oder „gute Ganzkörperspannung“. Es ist natürlich klar, dass man beide als Anfänger nicht unbedingt mitbringt. Es ist in dem Sinne gemeint, dass, wenn man sehr viele komplizierte Bewegungen einer Bewegungskunst beherrschen will, diese beiden Dinge einfach Grundlage sind.
Koordination und Ganzkörperspannung sind zwei Faktoren, die sich erst durch das vielseitige Praktizieren der Bewegungskünste richtig entwickeln. Man kann sie aber auch aktiv und unabhängig trainieren. Auf genaueres dazu kann aufgrund des gegebenen Rahmens hier nicht eingegangen werden, es werden aber umfangreiche Erläuterungen an anderer Stelle vorgenommen.
3.
a) Auch wenn es nicht bei allen Bewegungskünsten geschrieben steht: Eine Halle mit Akrobatikmatten und Pyloboden, im besten Falle sogar Schnitzelgruben ist 100% von Vorteil wenn man Bewegungen erlernen will. Am Ende bleibt nur noch die Übertragung auf andere Umfelder und ihr erspart euch damit viele Verletzungen.
b) Weiterhin ist es enorm wichtig Falltraining zu praktizieren und mögliche Fallvarianten aus vielen verschiedenen Positionen zu automatisieren. Das sollte euer erster Schritt überhaupt sein.
c) Trainiert in einem breiten Bewegungsspektrum und lasst vor allem keine Übung auf dem Weg zur Zielbewegung aus. Jeder einzelne Trick gibt euch mehr Sicherheit und mehr Fähigkeiten. Wer Moves überspringt kann sich leicht überfordern.
d) habt vor allem Spaß und vergesst nicht dass es nur darum geht!
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Merkmal |
Breakdance |
Capoeira |
Slacklining |
Parkour |
Freerunning |
Tricking |
X-Diving |
Fr.st. Trampolin |
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Inhalt |
Akrobatische Tanzform zu Hip Hop, Elektrofunk und Breakbeat Musik. Powermoves,Tanzschritte, Freezes und technisch anspruchsvolle Bewegungen. |
Brasilianischer Kampftanz, ein Mix aus Tritten, Akrobatik wie Salti mit Schrauben und Boden- elementen wie im Breakdance zu meist selbst produzierter portugiesischer Musik |
Balanceakt auf einem „schlappen“, 1,5-5cm breitem Seil (ähnlich einem Spanngurt). Verschiedene Formen sind Longline, Jumpline, Rodeo, Highline, u.a. Kreative Balanceübungen bis hin zu Salti möglich |
Effektive, schnelle Hindernisüberwindung in urbanen Räumen (Stadt, Wald). Sprünge in Präzision und Höhe, sowie Kletterelemente (runter + hoch). Es wird viel mit Stützen gearbeitet |
Ähnlich dem Parkour, nur ohne Effektivität und mit kreativen, freien und akrobatischen Elementen in der Urbanen Umgebung. Flips, Freezes, Undefinierbares. Dient der Schönheit – im Aussehen und im Gefühl |
Schnelle, leicht agressive Tricks, also Sprünge und Salti mit Tritten abgeschlossen, sowie einige Breakdance und Capoeira Elemente. Die Essenz ist einzelne Tricks zu komplexen Combos zu verbinden. |
Spektakuläre Sprünge aus verschiedenen Turmhöhen ins Wasser. Schrauben, Salti, Kombinationen, Posen und Arschbomben sind Teil des umfangreichen und hoch anfordernden Trickrepertoire. |
Sprünge, Formen und Salti mit vielen Schrauben auf einem Großtrampolin. Oft multiple Bewegungen in einem Sprung aneinandergereiht oder ohne Zwischensprung kombiniert. Viele Doppeltricks. |
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Voraussetzung |
Körperspannung, Stützkraft, gute Ober-körpermuskulatur (Arme, Schultern, Rücken,Bauch) Beweglichkeit: spez. Beine, Schultern, Hüfte Tanzbereitschaft |
Beweglichkeit generell sehr gefragt. Gute Ganzkörpermuskulatur die auch ausdauernd ist. Ein wenig mehr Oberkörper (Stützkraft) als Beine. Bereitschaft zu musizieren – Instumente + Singen |
Gute Balance und Koordination. Lange Extremitäten vorteilhaft. Geduld und Konzentrationsfähigkeit. |
Der Wille die eigenen Grenzen zu erweitern, Arm-, Hand-, Sprung- und Stütz- sowie Zugkraft. Gutes Masse-Muskel-Größe- Verhältnis. Komplexe Urbane Räume und Möglichkeiten. |
Arm-, Stütz-, Sprungkraft, Kreativität, gute Angstüberwindung. Ganzkörperspannung und Koordination. Nicht darüber nachdenken, was andere denken. Spaß an der Freiheit |
Sprungkraft, Spannung im ganzen Körper und gutes Körpergefühl für sehr komplizierte Moves mit (häufig) Schrauben. Beinbeweglichkeit. Erfahrung im Kampfsport und grundlegende Kicks sind von Vorteil. |
X-Diving an sich braucht ein gutes Gesamtkör-pergefühl und die hohe Kunst gute koordinativen Fähigkeiten. Dazu sollte keine Höhenangst vorhanden sein und Mut gegen das Wasser zu prallen ^. |
Gute Koordination, spez. Orientierungs-, kinästhetische Differenzierungs- und Gleichgewichtsfähigkeit. Gute Körperspannung und Körperhaltung um Verletzungen zu vermeiden. Mut. |
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Belastungs-schwerpunkte |
Schultern, Rücken, Handgelenke! Konzentrativ anstrengend, deshalb der ganze Körper. Vereinzelt auch Sprunggelenke für die wenigen Salti. Der harte Boden belastet den passiven Bewegungsapperat stark |
Anfangs Beine, später dann Handgelenke, Sprunggelenke, alle anderen Gelenke wegen sehr vielen Verrenkungen und flexiblen Bewegungen sowie die Oberkörpermuskulatur anaerobe Ausdauer. Konzentration |
Fußgelenke und Kniegelenke, selten auch Wirbelsäule. Anaerobe Ausdauer, insbesondere aufgrund der ständigen Anspannung der Fuß- und Beinmuskulatur. Konzentration. |
Fuß-, Knie-, Handgelenke Wirbelsäule wegen hohen Sprüngen(runter). Beinmuskulatur und Ausdauer, mehr aerob als anaerob. Teilweise die Psyche wegen Angsüberwindung. |
Fuß- und Handgelenke, Oberkörpermuskulatur mehr als Beine, Konzentration sowie Ganzkörperkontrolle wegen gewagten Salti und Sprüngen in „harter“ Umgebung. Psyche. |
Fuß-, Kniegelenke, Anaerobe Ausdauer . Beine und untere Rumpfmuskulatur. Aber auch Handgelenke(Flair, Cartwheel, etc..). Belastet auch die Konzentration |
Psyche, Immunsystem (Wasser-Luft Wechsel). Beine :) Treppensteigen Konzentration. Der Ganze Körper (Angstzustand und folglich Verspannung) Sprunggelenke zeitweise wegen Abspringen.
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Beinmuskulatur, Muskulatur zur Körperspannung und Fußgelenke bei falscher Technik. Starke Belastung an der Wirbelsäule erfordern einen kräftigen Rücken-Muskelmantel. |
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Risiken |
Handgelenke, Knie, blaue Flecken und Prellungen, Ellenbogen. „eckige“ Gelenke |
Zerrungen, Handgelenke, Kniegelenke, Sprunggelenke, Salti + Sprünge können Brüche, Prellungen, u.A. bringen |
Zerrungen, Fußgelenke, Kniegelenke, bei unkontrolliertem Stürzen von der Line auch andere Körperregionen. |
Stürze aus Höhen, Brüche, Stauchungen, Prellungen. Asphaltverletzungen an äußeren Gliedmaßen sowie Händen, Fußgelenkverletzungen, |
Verletzungen an allen möglichen Gegenständen oder Spots, wo man die Bewegungen ausführt. Brüche, Stauchungen, Prellungen, Asphaltverletzungen, etc.. |
Verletzungen der Beine, verdrehen, brechen, prellen, stauchen, zerren besonders im Knie und Fußbereich. Halswirbelsäule bei Salti und Ähnlichem. |
Verletzungen durch zu herben Kontakt mit dem Wasser – Wasserbrand. Aus Höhen über 10m mit falscher Technik sehr gefährlich. Dazu Weichteilgefahr (Augen, Genitalien, etc..) |
Hals- und Wirbelsäulen- verletzungen (Stauchungen, Brüche), Fußgelenkverletzungen. Prellungen, Brüche bei Sturz vom Trampolin runter oder auf den Metalrahmen. |
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Weiteres |
In der Gruppe vorteilhaft Musik wird benötigt harter, nicht stumpfer, ebener, trockener Boden, möglich: PVC_Boden für draußen, Turnschuhe eventuell Gelenkschoner.
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Capoeira ist eine Philosophie und wird durch einen Mestre (Meister) weitergegeben. Essentiell ist die Roda (Kreis), die nur in der Gruppe möglich ist. Guter Boden, wird barfuß praktiziert (Sand, Gras, Hallenboden) |
Slacklining kommt ursprünglich aus der Kletterszene, findet nun aber in der breiten Bevölkerung anklang, Slackliner sind häufig in Gruppen in Stadtparks anzutreffen. Gutes Stabilisierungstraining für Fußgelenke. |
Guter Sport um sich selbst einschätzen zu lernen. Kein Trickreicher Sport (es gibt aber Mixformen zw. Parkour und Freerunning, z.B ADD) Rutschfestes, stabiles Schuhwerk. Auch wunderbar alleine möglich |
Eine der schönsten Sportarten, da man eine enorme Bewegungsvielfalt hat und in jedem Gelände Anwendung findet. Ist alleine möglich, macht in der Gruppe aber mehr Spaß, bringt hohe Koordinative Fähigkeiten. Schuhwerk: wie Parkour |
Allein oder in der Gruppe, mit oder ohne Musik. Original draußen auf dem Rasen, barfuß praktiziert. Bestenfalls eine weiche Rasenfläche suchen. Axiomatische Vorgehensweise um Tricks zu lernen. |
Die Schwimmhalle ist einer der besten Plätze um Saltos als Anfänger zu lernen und Gefühl für Bewegungen zu bekommen. Neoprenanzug ist von Vorteil (Kälte, Verletzung, Psyche) |
Breites Bewegungsspektrum kommt hier zur Hilfe. Hilfestellung durch nebenstehende und kleine Matten die man drunter werfen kann. Gut um anfangs Saltos zu lernen |
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| Anhang | Größe |
|---|---|
| Orientierung_fuer_Anfaenger.pdf | 164.15 KB |


32 comments
Super, dass alle Disziplinen
Verfasst von Duftypuff (nicht überprüft) am 15 August, 2010 - 13:59.Super, dass alle Disziplinen in einem Überblick präsentiert sind;)
Alles Perfekt genannt (:
Verfasst von djthrey (nicht überprüft) am 9 August, 2010 - 12:59.Alles Perfekt genannt (:
wow war echt hilfreich
Verfasst von Simson (nicht überprüft) am 29 April, 2010 - 13:05.wow war echt hilfreich :)
danke vielmal!
lg simson
Super Darstellung! Hat mir
Verfasst von XBleader (nicht überprüft) am 27 April, 2010 - 18:58.Super Darstellung!
Hat mir sehr geholfen! ;)
LG Tobi
coole darstellung ehrlichxD
Verfasst von King Minh Tang (nicht überprüft) am 20 November, 2009 - 18:13.coole darstellung ehrlichxD
ich interessiere mich schon
Verfasst von Ripman (nicht überprüft) am 19 November, 2009 - 19:07.ich interessiere mich schon geraumer zeit für Freerunning, Tricking, und Parcour und hab lange gesucht wo ich ne anleitung finde was man wie trainieren muss und diese Artikel helfen echt weiter ^^
dickes Danke an Philipp Preiss
MfG der Simon^^
Hammer Philipp, wie immer!
Verfasst von marv am 27 September, 2009 - 08:34.Hammer Philipp, wie immer!
Boa ist schon krass was du
Verfasst von Zuberausbrenner (nicht überprüft) am 26 September, 2009 - 19:15.Boa ist schon krass was du immer für Artikel schreibst! Respekt!
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