effektives Training (Teil 1 - Zielsetzung)
In dieser Artikelreihe möchte ich auf Trainingsprinzipien hinweisen, die eigentlich leicht verständlich sind und auf der Hand liegen. Leider werden sie viel zu oft vergessen und missachtet, aber auch dafür wird gesorgt werden. Diese Prinzipien sollen helfen, das für euch effektivste Training zu gestalten.
Was heißt das?
"Effektiv" bezeichnet eigentlich das Verhältnis vom tatsächlich erreichten Ziel zum erstrebten Ziel. Jetzt könnte man cheaten: "Ja, dann bin ich der Effektivste überhaupt, einfach dadurch, dass ich meine Ziele gering stecke." Wenn du dir in einer Klausur vornimmst eine 3 zu schreiben und nur eine 4 schaffst, bist du effektiver, als wenn du dir eine 1 vornimmst und nur eine 3 schaffst - nach Definition zumindest.
Aber wer nachdenkt wird merken, dass er sich nur selbst etwas vorspielt. Besser ist doch sich eine 1 als Ziel zu setzen und eine 3 bekommen, als gleich von vornherein aus Hoffnungslosigkeit eine 3 anzustreben und eine 4 zu bekommen. Das Ergebnis allein zählt und dein Ziel motiviert deine Leistungsbereitschaft. Deshalb machen wir es einfach so:
-> Wir gehen davon aus, dass jeder immer das für sich glaubhaft höchstmögliche Ziel erreichen möchte. Effektiv ist er dann, wenn er diesem erstrebten Ziel so nahe wie möglich kommt. Keine Cheater, keine Selbstlüge.
Das heißt: Die kommenden Prinzipien sollen helfen, das meiste aus euch und eurem Trainingsaufwand herauszuholen. Ich bin mir sicher, jeder von euch sucht ständig nach Möglichkeiten, sein Training effektiver zu gestalten und noch mehr aus dem eigenen Körper herauszuholen. Mehr Fähigkeiten, mehr Bewegungsvielfalt, mehr Alles. Der Traum vom Übermenschen und Superhelden, oder einfach der kranke Typ von nebenan. Das ist auch gut so. Ziele haben und sich Inspiration verschaffen sind zwei sehr wichtige Komponenten. Je höher man sich seine Vorbilder steckt, desto größer ist die eigene Entwicklung an diesen Standard heran.
Und mal ehrlich: Haben wir nicht alle einen Trainigsschub bekommen als die Serie "Dragonball" in ihrer Blütezeit war? Genau das meine Ich! Von Zeit zu Zeit ist es sogar notwendig sich Träume vor Augen zu führen. Ob ihr die 5. Sajajin Stufe erreicht oder nicht, sicher ist: Mit diesem Traum habt ihr euer bestes getan.
Eigentlich ist dies schon das erste Prinzip, auch wenn es nichts mit dem Training an sich, sondern nur den Rahmenbedingungen zu tun hat:
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Prinzip 1: Setze dein Ziel höchstmöglich. |
Der Plan
Um sich zu orientieren, was im Kommenden wichtig ist und was nicht, kann man einfach verschieden Sportler bei ihren Bewegungen beobachten. Es gibt 2 Extreme: Auf der einen Seite der schlampig, schlechte und unerfahrene Sportler, der sich wenig Gedanken um sein Training macht und auf der anderen Seite der effektive, ökonomische Topathlet, dem jeder von uns nacheifert.
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schlampig, schlecht, unerfahren |
effektiv, ökonomisch, top |
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- schlechte konditionelle Voraussetzungen - sichtliche Kontrolllosigkeit in den Gliedmaßen - Bewusstlosigkeit und Blackouts im Move - Augen sind zu. Komme, was da wolle... - Schwerpunkt liegt auf dem Absprung/Anfang - Technik ist nur teilweise klar (ungenaue, mentale Bewegungsvorstellung) - unfähig Feedback umzusetzen = Trial&Error - ständiges Wiederholen führt zu Erfolgen - keine Emotionen -> Lustlosigkeit |
- starke konditionelle Voraussetzungen
- Grundspannung & Kontrolle in jedem Glied - durchgängige Bewusstheit - Augen sind offen. Sportler orientiert sich - komplette Bewegung wird geführt - Technik für den kompletten Ablauf ist klar (klare, mentale Bewegungsvorstellung) - schnelles, konkretes Umsetzen von Feedback - wenig Whl, mehr gedankliche Regulation - Ärger, Freude, Hass -> Transmutation (Umwandlung) |
Man sieht sofort große Unterschiede zwischen beiden Sportlern, Unterschiede, die in ihrer Auswirkung exponentiell sind. Theoretisch müsste ich gar nicht näher auf irgendwelche Prinzipien eingehen, man kann sie zu großer Zahl aus der Tabelle ableiten. Einfach nur durch Beobachtung.
Auch folgendes ist richtig: Je besser man wird, desto eher wendet man die abzuleitenden Prinzipien automatisch an - bewusst oder unbewusst - und desto schneller lernt man wiederum. Das liegt daran, dass man durch Trial&Error über die Zeit hinweg bestimmte Dinge gelernt hat. Man schließt Methoden aus, übernimmt erfolgreiche Methoden, etc... .
Es kann durchaus frustrierend für Anfänger sein, zu sehen, wie die Guten immer besser werden und man selbst wenig Fortschritte macht - vor allem, weil man nicht versteht warum? Dabei sieht doch alles so einfach aus!
Wer dann nur durch langjährige Investition Erfolge in Sicht hat, wird schnell demotiviert. Ich erkläre diese Prinzipien vor allem, weil sie Zeit sparen! Niemand kann euch abnehmen, auf euren eigenen Körper zu hören, denn jeder ist äußerst individuell. Doch bestimmte allgemeine Trainingsgrundsätze muss man nicht durch Erfahrung lernen. Man kann sie sich "andenken".
Also legen wir los, welche Prinzipien werde ich ansprechen?
1. Zielsetzung (haben wir schon)
2. Mach dir einen Plan
3. Lernkurve
4. Perfektionismus
5. Basics first
6. Viel ist mehr
7. Qualität vor Quantität
8. Kontrolle
9. Angst
Wer am Ende alle Prinzipien durchgelesen hat, sollte nochmal zu der obrigen Tabelle zurückkehren und schauen welches Prinzip auf welches Merkmal angewandt werden kann.
Viel Spaß!
Der Philipp
| Anhang | Größe |
|---|---|
| 1._effektives_training.pdf | 47.22 KB |


1 Kommentar
Geil, freu mich schon auf die
Verfasst von Breakerandi am 15 Januar, 2012 - 19:28.Geil, freu mich schon auf die anderen Teile!
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